Elektronikbasteln und Funken

Das Motto unseres diesjährigen Ferienprogramms.

Mit 11 Jugendlichen zwischen 11 und 14 Jahren haben wir (Gerd DJ5IW, Dieter DL2DIE, Hans DF2MC und ich) diesmal ein Geschicklichkeitsspiel gebastelt.

Für den Aufbau kam wieder die bewährte Reisnageltechnik zum Einsatz. So bauen sich die Kinder selbst ihr Prototypen-Board und lernen gleichzeitig den Schaltplan kennen. Fehler nach dem Aufbau sind dann auch gleich sichtbar.

Der Zusammenbau der Schaltung war innerhalb der vorgesehenen Zeit von drei Stunden leicht erledigt und es war sogar noch Zeit für einige Runden “Ruhige Hand”-Wettbewerb.

Danach gings rauf zur Funkstation, die Dieter (DL2DIE) und Hans (DF2MC) schon aufgebaut hatten. Mit der provisorischen Drahtantenne konnten die Teilnehmer dann die Welt des Amateurfunks kennenlernen. Neben SSB stellten wir noch CW, PSK31 und SSTV  vor.

Zum Abschluß durfte jeder Teilnehmer noch versuchen, seinen Namen in CW zu geben. Dieter und Hans versuchten, die Zeichen aufzunehmen und den Namen zu erraten, was auch für die beiden CW-Füchse gar nicht so leicht war.

Die Bauanleitung stammt übrigens von der Jugend-Technikschule in Berlin, wurde im CQDL Sonderheft abgedruckt und kann unter http://www.jugendtechnikschule.de/front_content.php?idcat=387 heruntergeladen werden.

Unser Dank gilt auch noch den Pfadfindern vom Stamm St. Rupert in Freilassing, die uns wieder kurzfristig ihre Räume zur Verfügung gestellt haben.






So, nach meinen ersten Experimenten mit Hamnet (gefolgt von einer kleinen Pause) konnte ich mit Heinz, DL6MDG, an einem Hamnet-Workshop in Salzburg teilnehmen.

Nach einer kurzen Einführung und Vorstellung der Geräte, die für den Usereinstieg benötigt werden, ging es daran, in der Gruppe selbst einen PC mit HF-Router einzurichten und in Betrieb zu nehmen.

Als Router wurde auch wieder bekannte Nanostation 2 verwendet. Die andere Gruppe verwendete eine Bulletstation mit externer Antenne.

Die zweite Lösung mit der externen Antenne hat den Vorteil, dass dort eine den Gegebenheiten angepasste Richtantenne verwendet werden kann. Diese wird einfach per N-Stecker an die Bulletstation angeschraubt.

Die Nanostation hat den Vorteil, dass alles in allem sehr Kompakt in einem Gehäuse untergebracht ist (Antenne, Router und HF). Der Anschluss an eine externe Antenne ist auch möglich, aber wegen dem winzigen Stecker nicht ganz so leicht.

Die Nanostation verfügt über eine 10dB Patchantenne und liefert hierfür schon ganz ordentliche Empfangsleistungen. Die Sendeleistung kann bis 26dBm eingestellt werden.

Welche Reichweite ist zu erzielen?

Von meinem QTH aus sehe ich zwei Einstiege:

OE2XZR Gaisberg
QRG:  2,4GHz – 5MHz vertical
Loc:  JN67NT 1265m

und

OE2XUM Untersberg
QRG:  2,4GHz – 5MHz vertical
Loc:  JN67MR 1800m

Der OE2XUM ist von meinem QRL aus ca. 18km entfernt. Die Ausrichtung der Antenne klappt dank der LEDs auf der Rückseite ohne weitere Probleme. Da ich im zweiten Stock bin, konnte ich die Nanostation nicht aussen an der Hauswand anbringen, sondern sie steht hinter dem Fenster. Allerdings mit direktem Blickkontakt und somit fast freier Fresnel-Zone.

Ergebnis: ca -79dBm Signalstärke, Rauschteppich liegt bei -96dBm. Erzielbare Übertragungsgeschwindigkeit bei ca. 4,5 – 9 MBit/s

Vorgestern hatte ich die Gelegenheit, die Verbindung bei schlechtem Wetter (starker Schneefall) zu testen. Da ergab sich eine Signalstärke von -85 dBm, mit ungefähr 3 MBit/s

Fazit: Auch für die genannte Entfernung von immerhin 18km ist die Nanostation wirklich ausreichend.

Im Bild ist die Status-Übersicht der Nanostation mit Richtung Untersberg zu sehen (bei schönem Wetter).

Nanostation mit HAMNET Uplink

Mein Dank nochmal an Mike, OE2WAO für den interessanten Workshop.






Am 4. August gabs im OV C27 seit vielen Jahren wieder eine Ferienprogramm-Aktion.

Da der OV kein eigenes Clubheim besitzt und die OV-Abende im Lokal Weißbräu stattfinden, mussten uns die Freilassinger Pfadfinder aushelfen. Sie stellten uns netterweise für den Tag zwei Gruppenräume zur Verfügung.

Die Ferienprogramm-Aktion stand unter dem Titel “Elektronikbasteln und Funken”. Zusammen unter der fachmännischen Anleitung von Gerd, Dieter, Heinz und Robert bastelten die elf Mädchen und Jungs eine Zweiton-Sirene in bewährter Reisnageltechnik. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme aller 11 Sirenen und dem 11-stimmigen Probegehäul durften die Teilnehmer dann noch Kurzwelle und Telegrafieluft schnuppern.

Unter der routinierten Anleitung von Dieter lernten alle, ihren Namen zu morsen und erhielten einen kurzen Einblick in Kurzwellenfunk.

Über Laptop und Beamer durften die Kids noch PSK ausprobieren, bis dann gegen 17:30 die Veranstaltung zuende war.






Zusammen mit den Pfadfindern des Stammes St. Rupert Freilassing veranstalteten wir ein Bastelprojekt.

Ziel war es, etwas zu basteln, was für die Pfadfinder nützlich ist, also kein reiner Selbstzweck.

Deshalb viel unsere Wahl auf das Telefon aus dem CQDL Sonderheft “Basteln”.

Nach einer kurzen Einführung in die einzelnen Bauteile, deren Funktion sprachen wir noch die Funktionsweise der Telefonschaltung durch.

Mit dem Ende des theoretischen Teils konnten dann die ersten Lötversuche beginnen. Mit Kupferdrähten, Reisnägeln und ähnlichem Material konnen die Pfadfinder dann erste Erfahrungen im Umgang mit dem Lötkolben machen. Bereits nach kurzer Zeit waren alle Jugendlichen mit dem Werkzeug vertraut, dass es an den Aufbau der Schaltungen gehen konnte.

In kurzer Zeit waren die Bauteile auf den vorbereiteten Brettchen montiert und auch die kniffligsten Verbindungen sauber verlötet, so dass es ans ausprobieren gehen konnte.

Von den 8 aufgebauten Telefon-Schaltungen funktionierten 6 auf Anhieb, lediglich bei zwei mußten noch ein paar kalte Lötstellen nachgebessert werden.

Im August werden die Freilassinger Pfadfinder dann auf ihr Sommerlager fahren, wo die Telefone sicherlich intensiv zum Einsatz kommen werden. Auch die Leiter werden sich über nächtliche Zelt-zu-Zelt-Gespräche freuen.






So, seit ein paar Tagen hab ich jetzt endlich meinen R2FX-Empfänger. Nachdem der Empfang mit meinem FT897 nicht ganz zufriedenstellend funkioniert hat, und ich mit dem 897er eigentlich auch noch Funken möchte anstatt ihn mit dem NOAA-Empfang zu blockieren, hatte ich mich entschlossen, mir einen spezialisierten Empfänger zuzulegen.

Die X200-Groundplane hat erwartungsgemäß auch nicht das schönste Signal geliefert, so dass ich mich dazu entschlossen habe, auf die Schnelle einen Kreuzdipol nach DH7GL aufzubauen.

Das Ergebnis ist überraschend gut, dafür, dass ich für den Anfang auf einen Reflektor verzichtet habe und der Dipol in 1m Höhe in einem alten Schirmständer steckt.

Hier mal ein erstes Bild.






Die ersten Versuche mit der Linkstrecke zum HAMNET Usereinstieg OE2XZR am Gaisberg waren sofort erfolgreich. Die Nanostation erreicht mit der internen Antenne auf Anhieb eine Signalstärke von -86dBm.

Im Bridge-Modus erhält der PC auch sofort per DHCP eine IP-Adresse. Allerdings ist er dann nur mit dem HAMNET verbunden. Lästig, da das entweder heisst, eine zweite Netzwerkkarte einzubauen, oder ständig das Netzwerkkabel umzustecken, wenn ich am PC auch Internet nutzen möchte.

Wer also HAMNET und Internet im Netz gleichzeitig nutzen möchte, hier meine kleine Kurzanleitung.

Ich benutze als ADSL-Router zum Internet einen Router DrayTek Vigor 2700, weil dessen WLAN-Karte bei mir Zuhause das Gelände deutlich besser abdeckt als der Linksys WRT54GL. Der von Arcor mitglieferte Router ist ohnehin nur eine Notlösung.

Die wichtigsten Einstellungen am Vigor (192.168.1.1):

  • Eintragen einer statischen Route 44.0.0.0/8 auf die Nanostation (192.168.1.20).

Auf der Nanostation (192.168.1.20):

  • Betriebsart “Router”
  • WLAN-Adresse auf DHCP
  • NAT aktivieren






Erstmals in diesem Jahr wird der Amateurfunk Ortsverband C27 mit einem eigenen Angebot am Ferienprogramm 2010 der Stadt Freilassing teilnehmen.

Angeboten wird ein Elektronik-Basteltag unter dem Thema “Elektronikbasteln und Funken”. Der Termin ist schon mal festgelegt auf den 3. August. Anmeldung erfolgt über die Stadt Freilassing.






Das Packet Radio Netzwerk ist veraltet und wenig leistungsfähig. Seit kurzem sind leistungsfähige und sehr kostengünstige WLAN-Komponenten erhältlich, mit denen sich ein effektives Funknetz im 2.4 oder 5GHZ-Bereich aufbauen lässt.

Die Tatsache, dass die Betriebssysteme hierfür als OpenSourceSoftware offengelegt sind bietet hierfür noch weiteres Potential zum amatuermäßigen Experimentieren.

Seit April 2009 befindet sich in AT das Landesweite HAMNET im Aufbau und erste Linkstrecken sind bereits nach Oberbayern aktiv.

Am Gaisberg bei Salzburg befindet sich einer der ersten Benutzereinstiege.

Meine ersten Versuche hab ich mit einer Nanostation2 von UBNT unternommen. Der Outdoor-WLAN-Router verfügt über eine interne Patch-Antenne mit 10db Gewinn und sogar über einen separaten Anschluß für eine externe Antenne.

Die Sendeleistung kann über die Weboberfläche auf 26dbm erhöht werden.

Dadurch, dass die Übertragungsbandbreite auf 5MHz statt der beim WLAN üblichen 20MHz eingeschränkt werden kann, ist der HAMNET-Einstieg für normale WLANS nicht sichtbar.

Das Einbuchen funktionierte bei mir auf Anhieb mit der eingebauten Antenne, und obwohl der Router nur ganz grob auf den Gaisberg ausgerichtet war. Sichtverbindung bestand natürlich, aber die zu überbrückende Entfernung sind immerhin etwas über 10km.

Weitere Infos:

HAMNET Deutschland

Dokumentation des östereichischen Backbone